Magnetpulverprüfung
Die Magnetpulverprüfung (auch Fluxen) ist ein Verfahren zum Nachweis von Rissen in oder nah (0,5 mm) der Oberfläche ferromagnetischer Werkstoffe. Bei der Magnetisierung eines ferromagnetischen Materials werden die magnetischen Feldlinien, da sie den geringsten Widerstand suchen, im magnetisch bestleitenden Medium geführt. Wenn die Magnetfeldlinien auf einen magnetisch schlecht leitenden Bereich wie einen Riss treffen, so wird durch den hohen magnetischen Widerstand eine Fließveränderung verursacht. Diese erzeugt an der Oberfläche einen Streufluss, der eine Ansammlung ferromagnetischer Partikel verursacht, wodurch Oberflächenfehler sichtbar werden.
Zur Magnetpulverprüfung werden, während der Magnetisierung des Werkstoffes, magnetisierbare Partikel auf die Oberfläche des Prüfteils aufgebracht. Diese orientieren sich durch das angelegte Magnetfeld über Streufelder entlang der Rissgeometrie. Die magnetisierbaren Partikel werden durch Umschließen der (ggf. fluoreszierenden) Farbstoffe des Magnetpulvers optisch deutlich erkennbar hervorgehoben.
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