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Die Magnetpulverprüfung (MT)

Magnetpulverprüfung Technik

  • Kontrastverfahren manuell
  • teilautomatisierte Magnetpulverprüfung
  • Spulen- und Jochmagnetisierung
  • schwarz weiß Prüfung
  • fluorezierende Prüfung

Anwendungs-
beispiele

  • Schweißnähte
  • Guss- & Schmiedeteile
  • Einzel- und Serienteile
  • Walzerzeugnisse
  • alle magnetischen Werkstoffe

Bei der Erkennung von Fehlern nahe und an Oberflächen von ferromagnetischen Werkstoffen wie Gusseisen und Stahl kommen die Gesetze des Magnetismus in Form der Magnetpulverprüfung zum Einsatz.

Das Prüfobjekt wird bei diesem von der Zeros GmbH häufig angewandten Verfahren zunächst magnetisiert und in Kontakt mit einem Prüfmittel gebracht, welches magnetisierbare Partikel enthält. Diese folgen den magnetischen Feldlinien, da sie den geringsten Widerstand suchen und magnetisch schlechter leitende Bereiche, wie z.B. Risse, in Form einer Fließveränderung bzw. durch Akkumulation entlang der Rissgeometrie deutlich sichtbar machen.

Zur Verstärkung des optischen Effekts werden die ferromagnetischen Partikel zusätzlich fluoreszierend umschlossen und die Effizienz und die Validität der Magnetpulverprüfung bei der Zeros GmbH auf diese Weise optimiert.

 Die technische Funktionsweise Magnetpulverprüfung

Die Magnetpulverprüfung, auch Fluxen genannt, ist ein Verfahren zum Nachweis von Rissen in oder nah (0,5 mm) der Oberfläche ferromagnetischer Werkstoffe. Bei der Magnetisierung eines ferromagnetischen Materials werden die magnetischen Feldlinien, da sie den geringsten Widerstand suchen, im magnetisch bestleitenden Medium geführt. Wenn die Magnetfeldlinien auf einen magnetisch schlecht leitenden Bereich wie einen Riss treffen, so wird durch den hohen magnetischen Widerstand eine Fließveränderung verursacht. Diese erzeugt an der Oberfläche einen Streufluss, der eine Ansammlung ferromagnetischer Partikel verursacht, wodurch Oberflächenfehler sichtbar werden.

Magnetpulverprüfung kurz erklärt

Fluoreszierende Magnetpulverprüfung

Fluoreszierende Magnetpulverprüfung

Die Magnetpulverprüfung ist das am meisten genutzte Verfahren der  zerstörungsfreien Oberflächenrissprüfung. Hierbei besteht das Prüfmittel aus Eisenoxidpulver. Als Trägermittel zwischen Eisenoxidpulver und Prüfwerkstoff dient meist Öl. Man verwendet Öl, um das Risiko der Korrosion des Werkstoffes zu vermindern. Man kann das Prüfmittel auch trocken auf den zu prüfenden Werkstoff aufbringen. Für das Erkennen von Fehlern ist es aber besser, das Eisenoxidpulver mit Öl zu vermischen, da man bei der Prüfmittel-Ölmischung bessere Ergebnisse in der Fehlerdarstellung erzielt. Wenn man nun das Prüfmittel auf den vormagnetisierten Werkstoff bringt oder den Werkstoff nach dem Aufbringen magnetisiert, kann man anhand der Ausrichtung des Eisenoxidpulvers erkennen, wo sich Fehler im Material befinden. Um eine bessere Auswertung und Erkennbarkeit zu erreichen, kann das Prüfmittel zum Beispiel fluoreszierende Eigenschaften haben, die man dann unter Ultraviolettenlicht sichtbar macht. Nach der Durchführung muss der Werkstoff gereinigt werden. Für die Magnetisierung eines Werkstoffes gibt es mehrere Verfahren, da wären zum Beispiel Stromdurchflutung in Spannvorrichtung, Spulenmagnetisierung, Felddurchflutung mit Innenleiter oder Aufsetzelektronen. Zum Magnetisieren benutzt man zum Beispiel Gleichstrom, Wechselstrom oder Dauermagneten. Bei kleineren zu prüfenden Werkstoffen nimmt man meist die Stoßmagnetisierung (durch Kondensator Entladung), damit sich der Werkstoff nicht zu sehr erhitzt. Welches Magnetisierungsverfahren man benutzt, ist abhängig von der Werkstoffgeometrie, der Größe des Prüfkörpers und der Art der vermutlichen Fehler, die auftreten können.

Entmagnetisierung nach der Magnetpulverprüfung.

Magnetpulverprüfung im Windkraftturm

Magnetpulverprüfung in einem Windkraftturm.

Bei der Magnetpulverprüfung bleibt der Prüfwerkstoff magnetisiert, solange dieser nicht mit anderen Werkstoffen in Berührung kommt oder entmagnetisiert wird. Damit keine Restmagnetisierung übrig bleibt, wird der Werkstoff nach der Prüfung meist entmagnetisiert. Denn durch die restliche magnetische Wirkung kann es zu Problemen bei der Weiterverarbeitung oder zu unerwünschten Effekten im Gebrauch kommen. Als Beispiele wären hier das Anhaften von Metallspänen in der Fabrik, die Ablenkung des Lichtbogens beim Schweißen oder Effekte auf elektrische Instrumente in Maschinen zu nennen. Zum Entmagnetisieren muss der Werkstoff durch ein veränderliches Magnetfeld. Das wird über das sogenannte Niederfrequenzmagnetisierungs- oder Gegenpolverfahren erreicht. Beim Niederfrequenzverfahren liegt ein Wechselstrom mit niedriger Hz-Zahl an, wodurch das Magnetfeld langsam wechselt. Das Gegenpolverfahren beruht darauf, dass der Prüfkörper durch ein Magnetfeld hin und her bewegt wird. Um eine wirkliche endgültige Entmagnetisierung zu erreichen, muss der Werkstoff dabei aus der Erdfeldrichtung, Nord-Süd, herausgedreht werden, also in Ost-West Richtung.

 

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